Warum Kalorien zählen nichts nützt

Liebe Ka. Dieser Blogbeitrag ist für Dich und all die vielen und immer mehr werdenden jungen Frauen, die versuchen, über Kalorienzähl APPS, oder Nährstoffanalyse-Checks ihr Ess- und Ernährungsverhalten „in den Griff“ zu kriegen.

Kontrolle: Wir haben alle während und durch Corona ein Teil unseres sicheren Lebens verloren. Vieles ist unberechenbar geworden, das Leben scheint aus den Fugen geraten und die Kontrolle abhanden gekommen zu sein. Was liegt da für Viele näher, als sich diese Kontrolle zurückzuholen über die Kontrolle des Körpers, des Gewichts, des Essens. Ich verstehe das, doch ist das der Weg aus einer Unsicherheit und Angst wieder in Sicherheit zu kommen? Ist Kalorien zählen dafür wirklich ein gangbarer Weg? Ich meine nicht und das möchte ich Dir mit ein paar Aspekten hier erläutern.

7 Gründe, warum Kalorien zählen nichts nützt:

1 Zerstörung der Körperwahrnehmung

Was meinst du: Wie haben es Menschen geschafft Maß zu halten, ohne ernährungswissenschaftliche Kenntnisse und ohne Kalorienzähl-Apps? Richtig! Einzig und allein mit ihren Körpersignalen. Wann habe ich Hunger, wann nicht?
Was passiert, wenn wir uns weg von diesen Signalen, immermehr hin zu einer „Außenkontrolle“ begeben? Richtig! Die Fähigkeit auf meinen Körper zu hören, nimmt immer mehr ab und damit auch die SelbstKONTROLLE. Kontrollwunsch und Sicherheit schlägt mehr und mehr um in Abhängigkeit und Unsicherheit. Das kann soweit gehen, bis die eigene Körperwahrnehmung zerstört ist. Und damit steigt die Unsicherheit und die Angst vor Kontrollverlust immer mehr…..

2. Unser Körper berechnet keine Kalorien

Unser ganz natürlicher Grundumsatz und Kalorienbedarf unter Alltagsbedingungen, sowie unseren Bewegungsbedarf schwankt ganz natürlich um mehrere hundert oder sogar mehr Kalorien pro Tag. Eine genaue Berechnung ist somit überhaupt nicht möglich und von unserem Körper als Kontrollinstanz überhaupt nicht vorgesehen. Der Körper ist viel klüger, als eine starre Durchschnittszahl zu ermitteln. Er schickt Hungersignale, die anzeigen, wenn ein Energiedefizit entsteht und fordert uns damit zum Essen auf. Mehr braucht es nicht, mehr als eine Registrierung unseres „Tankanzeigers“ benötigen wir Menschen nicht, um auf Energiemangel zu reagieren. Vertrauen wir dem Kalorien zählen können wir uns gnadenlos über- oder unterschätzen. Die Trefferquote von Formeln zur Berechnung des tatsächlichen Bedarfs liegen bei 20%!!!
Sieht so eine gute Kontrolle aus?

3. Unser Magen rechnet keine Kalorien aus

Vielleicht hast du es schon bemerkt: Viel Salat und Grünzeug mit ohne nichts füllen zwar den Magen gnadenlos, doch satt machen – Fehlanzeige und das aus guten Grund: Unser Magen registriert zwar auch Volumen, aber auch Sattmacher und wenn wir davon wenig zu uns nehmen, dann reagiert er eben wieder mit Hunger. Sprich: Wer nur auf Kalorien achtet, aber nicht auf Sättigung, wird immer und immer wieder mit Hunger zum Essen aufgefordert, denn der Körper zeigt, wo es lang geht, nicht eine Kalorien-Zähl App. Sieht so eine gute Körperkontrolle aus? Sich abhängig machen, von einer Pseudosicherheit?

4. EIN Apfel ist nicht DEIN Apfel

Wie sind Datenbanken über Lebensmittel entstanden? Man hat den Nährstoffgehalt von Lebensmitteln untersucht und dann einen Durchschnitt ermittelt. Diese Durchschnittswerte hat man dann in Datenbanken eingespeist. Doch kannst du sicher sein, dass die Zahl aus der Datenbank, deinem Apfel, den du gerade berechnen willst entspricht? Was, wenn er einen geringeren Wassergehalt hat? Was, wenn er mehr Zucker produziert hat?
Zahlen erweisen sich als Irrweg, wenn es um präzise, konkrete und 100% verlässliche Fakten menschlichen Tun und Handelns handelt. Wir sind keine Maschinen und Lebensmittel auch nicht. Daher ist Perfektion, Präzision und Zahlengläubigkeit fehl am Platz. Was statt dessen hilft, ist die Einschätzung – die Einordnung zu Lebensmittelgruppen und die Kopplung mit den eigenen momentanen Körpersignalen….
Mehr „Sicherheit“ und Präzision benötigen Menschen nicht um kluge Essentscheidungen zu treffen. Wie du diese Kontrolle erlernst, das hast du in deiner individuellen Ernährungstherapie erfahren.

5. Kontrolle erreichst du nicht über Kalorien zählen

Wer Angst hat vor Kontrollverlust, der benötigt was, um sich besser zu fühlen? SICHERHEIT! Kontrolle ist aber nur ein WEG in Sicherheit zu kommen. Es gibt aber viel effektivere Wege: Sich mit seiner ANGST und SICHERHEITSBEDÜRFNIS auseinander zu setzen. So haben es Menschen seit der Steinzeit getan. Wenn Sie Angst vor einem Mammut hatten, dann haben sie nicht die Angst besiegt, sondern haben mit der Angst entschieden, ob sie angreifen und das Mammut töten, oder ob sie vor lauter Angst wegrennen. Für den ersten Weg haben sie sich entschieden, wenn sie MUT hatten und an sich glaubten, dass sie es schaffen, das Mammut zu besiegen. Für den 2. Weg entschieden sie sich, wenn sie sich nicht trauten anzugreifen, aber wussten, sie können SCHNELL weglaufen. Viele Menschen, die heute SICHERHEIT suchen, wählen aber weder den Angriff, noch das Weglaufen, sondern sie bleiben STEHEN und fangen an die Kontrolle über ihre Angst und Unsicherheit durch Kalorien zählen und Bezähmung des eigenen Körpers zu erlangen. Merkst du, wie gefährlich dieser Weg ist? Psychologische Ernährungstherapie kann dir helfen, genau diesen Irrtum zu erkennen und entweder a.) viel mutiger mit DEINEN Mammuts zu kämpfen, oder b.) wirklich wegzulaufen und dich in Sicherheit zu bringen. Kalorien zählen lenkt ab – vom Mammut, besiegt ihn aber nicht 🙂 Denk mal darüber nach.

6. Kalorien sind nicht das Problem

Wer Kalorien zählt, ist verunsichert? Werde ich geliebt, wie ich bin? Mache ich alles „Richtig“? Es sind Menschen, die sich in schwarz/weiß, richtig/falsch, gesund/ungesund, sprich in den Extremen sicher fühlen. Das Grundproblem ist aber, dass sie sich bereits VOR dem Kalorien rechnen abhängig machten von ANDEREN, deren Meinung, Urteil. Sie waren es häufig gewohnt Verantwortung abzugeben und ANDERE über das was „richtig“ oder „falsch“ ist, entscheiden zu lassen. Doch so ein richtig/falsch gibt es genauso wenig, wie ein gesund/ungesund. Sprich: Es muss mühsam gelernt werden, sich selbst zu befragen, sich selbst als Entscheidungsinstanz wichtig zu nehmen, wieder Verantwortung für EIGENE Entscheidungen zu treffen. Was möchte ICH? Was tut MIR gut? Was finde ich GUT und RICHTIG? Und ICH bin verantwortlich für meine Essentscheidungen, für MEIN MASS, für MEIN Satt sein, für MEIN genug haben, für MEINEN Hunger und für MEINE Auswahl zwischen tausenden Möglichkeiten, niemand sonst….Das Problem sind nicht die Kalorien, sondern das grundsätzliche MISStrauen in die eigene Entscheidungsfähigkeit.

7. Kalorien zählen hilft nicht beim MASS halten

„Tu dies nicht, tu jenes nicht! Das ist nicht gut für dich, jenes nicht! Ich habe es dir ja gleich gesagt! Ich weiß besser was für Dich gut ist. Das ist gesund, das ungesund! Das was du spürst, du willst, du brauchst, sehe ich nicht, höre ich nicht, fühle ich nicht….“
Menschen suchen Orientierung, Halt, Sicherheit. Und diese Sicherheit geht mehr und mehr verloren. Nichts ist mehr sicher, weder ein Arbeitsplatz, noch dass man einen tollen Partner findet, noch dass man gesund bleibt. Doch so war das Leben immer. Früher in der Steinzeit und in den Kriegen noch mehr als heute. Sicherheit in der Unsicherheit zu finden, das konnten Menschen früher aber wohl besser, als heute in einer Zeit, in der es keine ernsthaften Sorgen, Krisen mehr gibt und die Verwöhnungsfalle zuschnappt. Mir steht alles zu, ohne Risiko? Und gerade in dieser risikoarmen Zeit sehnen sich Menschen nach ultimativer gut/richtig/gesund Orientierung? Was läuft schief?

Ich denke, Menschen haben das „rechte Maß“, „die Mäßigung“, das erspüren derselben eingebüßt, weil sie das Spüren des eigenen ICH´s, der eigenen Wünsche, Bedürfnisse, Gefühle mehr und mehr einbüßen und statt dessen „Leistungserbringer“, „Funktionierer“, „Gehorsame Arbeitstiere“ werden…..Wer wundert sich, dann über die Extreme, wenn die eigene, ganz leise innere Stimme permanent überhört wird?

Ernährungspychologische Ernährungstherapie hilft, der eigenen Stimme, dem eigenen „Bauchgefühl“, der eigenen Intension wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Kalorien zählen sind kein Dauerweg – es gibt einen anderen Weg zum eigenen ESS-weg. Der geht aber nur über´s eigene Spüren….Bist du bereit?

Hast Du auch eine Naschkatze als Haustier?

Naschkatzen sind nicht mit Wissen um Ernährung und Vernunft zu besänftigen!

Ernährst du dich noch oder genießt du schon?

Naschsucht nimmt zu!

„Bitte erzählen Sie mir nichts über Ernährung! Ich weiß alles, aber was ich einfach nicht in den Griff bekomme, ist mein Naschen!“ So beginnen viele Beratungen in den letzten Jahren. Es ist erschreckend, wie viele Menschen in den letzten Jahren in die Praxis kamen und „Probleme“ mit Naschen als Grund für ihr Wunsch nach Beratung nennen.
Es sind übergewichtige Menschen, schlanke Menschen, junge, alte. Ich kenne keine genauen Zahlen, doch mein Bauchgefühl sagt mir: Probleme mit Naschen nehmen zu! Es werden immer mehr Menschen, die sagen: „Ich esse gesund, aber das mit dem Naschen, das funktioniert nicht! Täglich kämpfe ich mit meinem inneren Schweinehund, aber ich schaffe es nicht, meinen Naschzwang zu besiegen.“
Woran liegt das? Was ist da los?

Ernährungswissen ist Teil des Problems

Seit ca. 25 Jahren ist die „Ernährungsaufklärung“ dabei über Ernährung aufzuklären. Seitdem hören wir was gesund sein soll, was gut und gesund ist, was man lieber nicht essen soll und überhaupt bekommt man den Eindruck: „Ohne Ernährungs-Studium ist ein vernünftiges Essen überhaupt nicht mehr möglich.“ Nur – ist das so? Müssen wir all diese Informationen haben, um uns vernünftig zu ernähren? Benötigt es so viel Wissen, um gute Ess-Entscheidungen zu treffen? Und ist mit Wissen und Information das Problem „Naschen“ wirklich gelöst?

Hierzu eine Begebenheit mit einer Patientin, die gestern bei mir in der Praxis war. „Begonnen hat das Ganze, als ich mehr über Ernährung las. Das Thema faszinierte mich. Ich fuchste mich in die Materie ein und mit Hilfe von Youtube, Instragram, Facebook und Internet fraß ich mich durch Ernährungsthemen. Doch je mehr ich las, je mehr wurde ich verunsichert. Überall stand etwas anderes. Jeder sagte etwas anderes. Alle hatten gute Ratschläge und es verging keine Feier, kein Treffen mehr, an dem nicht Ernährung in den Fokus geriet. Der Eine sagte. Dies sei gut, der andere meinte ich solle Jenes probieren. Ich habe mich mehr und mehr verloren und begann mich immer mehr mit Ernährung zu beschäftigen in der Meinung ich müsste nur genug wissen, dann würde das schon klappen. Und jetzt sitze ich hier, weil gar nichts klappt! Bitte helfen Sie mir. Ich möchte einfach wieder „normal“ essen, „genießen“ und nicht die ganze Zeit über Ernährung nachdenken! Das macht mich krank und wie Sie sehen, immer dicker, denn je mehr ich es gesund machen will, je mehr nasche ich. Je mehr ich versuche die Kohlenhydrate wegzulassen, je häufiger greife ich zu Schokolade. Je mehr ich versuche zu „fasten“ je mehr komme ich ins Fressen. Ich habe die Angst langsam durchzudrehen, denn ich habe keine Ahnung mehr, was ich glauben soll, was richtig ist!“

Diese Patientin ist mit Ihrem Anliegen, Ihrem Problem nicht alleine und es werden immer mehr! Doch, wie kann das sein? Immer mehr Ernährungswissen, aber trotzdem immer dicker und verunsicherter?

Ich glaube, dass dieses Ernährungswissen der GRUND für all das gestörte Essverhalten ist. Warum? Wie haben Sie Autofahren gelernt? Dadurch, dass Sie über Motoren Bescheid wissen und über Benzin? Wie treffen Sie Kaufentscheidungen? Dadurch, dass sie alles über den Stoff und das Material lernen, aus dem ihre Bluse etc. gemacht ist? Wie lernen wir ESSEN? Theoretisch oder praktisch? Durch Wissen oder durch KOMPETENZ?


Ernährungswissen steigert keine Kompetenz!

Du richtest vielleicht den Blick nicht auf das Zentrum….
Menschen essen nicht vernünftig, sie essen GEFÜHLSMÄSSIG und nach ihren GEWOHNHEITEN. Gewohnheiten sind Handlungsmuster, die sich als sinnvoll und nützlich gezeigt haben. Wir ernähren uns nicht, sondern wir ESSEN. Essen ist also kein rationaler Akt, sondern ein gefühlsmäßiges, soziales, gewohnheitsmäßiges, ganzheitliches Totalphänomen.

Und ich glaube: Gerade WEIL wir versuchen, es so vernünftig, gut und richtig zu machen und uns damit von unseren Gefühlen und echten Bedürfnissen, unserer Genussfähigkeit abkoppeln, genau deshalb meldet sich unsere Naschkatze und gleicht dieses Missachten unserer Bedürfnisse wieder aus!

Naschkatzen sind FREUNDE

Wir haben keine Schweinehunde, die uns Böses wollen! Naschkatzen sind unsere Freunde! Sie wollen, dass wir gut auf uns aufpassen, gut für uns sorgen!

Doch wir müssen ruhig werden, nicht nach außen blicken, sondern nach innen horchen, um zu erkennen, was da wirklich is(s)t. Das gelingt sehr gut mit Hilfe einer Beraterin, die Dir hilft zu verstehen, Dich und Deine Naschkatze!

Meine Bitte: Höre nicht auf Andere, die dir erzählen wollen, es gäbe DIE EINE RICHTIGE Ernährung! Das ist eine Lüge! Es gibt nur eine gesunde Ernährung und das ist deine eigene! Eine Lebensweise, die das Essen nicht zum Feind erklärt, kein Lebensmittel diskriminiert! Ein Essen, das dir gut tut, Maß hält und dir nicht schadet….

Schau doch mal bei Instagram vorbei @naschkatzencoach oder ruf an, wenn Du mit Deiner Naschkatze „auf Kriegsfuß“ stehst…Ich begleite Dich gerne ein Stück auf Deinem Weg.

Sorge gut für Dich!

Deine Sonja Mannhardt

Hilfe ich weiß nicht, wie normal essen geht

„Frau Mannhardt, ich weiß nicht, wie normal essen geht. Mal esse ich gar nichts, mal viel zu viel. Mal schaffe ich es Diät zu halten, mal stopfe ich wieder alles in mich hinein, weil es mir dann egal ist. Seit Jahren nehme ich mit diesem System nicht ab, egal, welche Diät ich mache. Bitte helfen Sie mir, denn ich habe das Gefühl mich zu verlieren. Ich habe schon so viel ausprobiert und war schon bei vielen Experten, aber nichts hat wirklich genützt.“

So oder ähnlich klingen die verzweifelten Stimmen vieler meiner Patienten. Mitnichten, sind nur übergewichtige Menschen betroffen, auch Schlanke bemerken mehr und mehr, dass Ihnen Diäten und Ratschläge, sowie Tipps zu Kochen, vegane Rezepte oder Aufklärungen über gute und böse Lebensmittel nicht weiterhelfen.

Gestörtes Essverhalten nimmt zu

Früher kamen Menschen mit Anorexie, Bulimie oder BED, also klassischen Essstörungen zu uns. Heute nehmen die nicht klassischen, nicht manifesten eating disorders dramatisch zu. Seit Weglassen der neue Ernährungstrend ist und Lebensmittel oder Inhaltsstoffe zu Feinden erklärt werden, nehmen gestörtes Essverhalten zu. Diese Menschen sind nicht psychisch krank, sondern krank gemacht worden! Sie brauchen keine Psychotherapie, sondern eine gute Beratung, damit sie auf ihren eigenen ESSweg zurückfinden. Und sie brauchen ein dickes Fell, um sich zukünftig von all den Experten und Informationen rund um Ernährung nicht mehr ins Boxhorn jagen zu lassen.

Gestörtes Essverhalten – Hausgemacht von einer Gesundheitspolitik, die versagt hat!

30 Jahre Ernährungskommunikation und Ernährungsaufklärung ist vollständig gescheitert! Nicht ein einziger Mensch hat durch all diese Appelle um gut und richtig, besser, schlecht, gesund, ungesund langfristig sein Verhalten ändern können!

Im Gegenteil: Menschen wurden durch all diese Kampagnen in die Irre geleitet und noch ein  Stück mehr von sich selbst entfernt! Nie zuvor kamen so viele Menschen mit einem gestörten Essverhalten zu mir und nicht, weil sie eine psychische Erkrankung hätten, sondern weil all diese Appelle und Ratschläge ihr Selbstwertgefühl, ihre Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit langsam aber sicher zerstört hat! Sie spüren nicht mehr, was ihr Körper ihnen sagt und gehorchen nur noch blind und taub und gefühllos, was man ihnen als Wahrheit auftischt?

Wie ist es dazu gekommen?

Man hat den Menschen vorgegaukelt es gäbe DIE eine RICHTIGE Ernährung. Das ist FALSCH, denn Menschen mit verschiedenen Körpern, Alter, Stoffwechsel brauchen personalisierte Ernährung. Und dazu braucht es bekanntlich das Gespräch mit dem EINZELNEN.

Man hat Menschen vorgegaukelt, es gäbe GUTE und weniger GUTE Lebensmittel. Das ist ebenfalls falsch, denn erst die Dosis macht das Gift.

Man hat Menschen vorgegkaukelt, dass das WAS gegessen wird, wichtiger sei, als die Menge. Das ist FALSCH, denn die Klagen in meiner Praxis lauten nicht: Hilfe ich stopfe dauernd Fastfood in mich hinein, sondern, Hilfe, ich weiß nicht, wie viel ich von was brauche und wie normale Menge geht.

Man hat Menschen vorgegaukelt, Schokolade sei BÖSE, Zucker sei BÖSE, Fruchtzucker sei BÖSE, Milchzucker und Gluten seien BÖSE, Fleisch sei BÖSE. Kaum ein Lebensmittel blieb von diesem Mobbing verschont. Mit keinem Wort wurden Menschen aufgeklärt, dass es KEINE bösen Lebensmittel gibt, noch nicht einmal die Schokolade! Und man hat Menschen nicht darüber aufgeklärt, dass hinter Schokoladenessen MOTIVE stecken, die nicht einfach mit Schokolode böse und muss weg zu lösen ist! Wir zertifizierten Fachkräfte reden uns seit Jahren den Mund fusselig, doch das Gebrüll derer, der uns unter dem Deckmäntelchen von „Gesund“ irgend einen Schmarrn verkaufen und Fake News als Wahrheit auftischen wollen,  ist zu laut….Das Geschäft mit der Angst der Menschen ist gewaltig.

Was ist gestörtes Essverhalten?

Mit Sorge stellen wir fest, dass sich in unseren Praxen immer mehr Menschen mit einem gestörten Essverhalten einfinden. Wir haben einen einfachen Fragebogen entwickelt, der Betroffenen und uns einen schnellen Überblick verschafft. Damit der Mensch mit sich, seinem Gewicht und Essen im Reinen ist, muss er sich selbst gegenüber integer sein. Integer heißt dabei: Unversehrt, unverletzt, intakt.

Bei gestörtem Essverhalten sind eine oder sogar mehrere Integritäten verletzt.

Entweder ist die körperliche Integrität gestört, oder die soziale oder die emotionale Integrität oder alle drei. Der Mensch ist buchstäblich aus seinem Gleichgewicht gefallen und dagegen helfen keine Ratschläge oder banalen Tricks und Tipps oder Diäten! Da hilft nur professionelle Begleitung im Sinne von ernährungspsychologischer Ernährungsberatung und -Begleitung, bis der Mensch sich selbst wieder geheilt hat.
Dazu thematisieren wir die Körpergefühle Hunger, Sättigung, Völle und Lustessen. Wir besprechen die sozialen und emotionalen Umstände des Essens, wir schauen den Umgang mit sich selbst und mit den eigenen Gefühlen an und betrachten natürlich alles rund um das Selbstbewusstsein, denn nur wer selbstbewusst ist, selbst bestimmte Entscheidungen trifft und einen stabilen Glauben, dass er selbst der CHEF seines „normal“ Essens ist, der findet einen Weg zurück in eine gute Integrität. Gerne helfen wir Ihnen auf diesem Weg ein Stück.

Schritte

  1. Fordern Sie unseren Fragebogen an.
  2. Wer den obigen Fragenbogen mit vielen Ja´s beantwortet, benötigt professionelle Beratung.

Braucht eine Begleitung, um sich, seinen Körper, das was er uns mitteilen will wieder zu spüren.

Benötigt eine Anleitung, um sich wieder auf seine eigenen Empfindungen und Gefühle wie Hunger, Sättigung zu verlassen und Empfindungen wie „Ich habe Lust auf etwas Süßes“ zu verstehen. Es gibt nicht DIE Erklärung, es gibt eine ganze Vielzahl für Naschkatzen.

3. rufen Sie uns an und vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl. Sind wir eine gute Begleitung für Sie oder eher nicht? Auch bei dieser Entscheidung helfen wir gerne.  Integrität hat immer auch mit Selbstbestimmung zu tun.  Erst wenn Sie sich sicher sind, werden wir einen Termin vereinbaren und dann geht es los.

Schon sehr bald werden Sie sagen können: „Ich esse genauso, wie ich es für richtig halte und es mir gut tut. Ich allein entscheide, was, wann, in welchen Mengen in mich hinein geht und mich nährt. Ich esse nicht „normal“, sondern genauso, wie es für mich gut ist.“

 

Lipödem – ein empfehlenswertes Buch

Lipödem – Ich bin mehr als meine Beine. Isabel Garcia,
Trias Verlag. 288 Seiten, 2018.

Neuer Ratgeber der mehr ist als ein Rat geber.

Isabel Garcia hat für Frauen geschrieben, die oft jahrelang durch unser Gesundheitssystem wandern, ohne echte Hilfe zu bekommen und die häufig eine jahrelange Odyssee hinter sich haben und viele Beleidigungen über sich ergehen lassen müssen, bis sie Hilfe bekommen. Frau Garcia, die beruflich Autorin, Vortragsrednerin und Trainerin ist, hat ein Buch geschrieben über Lipödem, das weder ein reines Betroffenenbuch noch ein trockener Medizinratgeber ist, sondern gekonnt beide Welten miteinander vereint. Das Buch ist daher sowohl für Laien gedacht, bietet aber auch Fachkräften an der ein oder anderen Stelle noch Fachinformationen, die für die tägliche Arbeit mit Betroffenen nützlich sind.

Ziel des Buches

Wie sie selbst sagt: Sie will Betroffenen Mut machen, besser mit ihrer Erkrankung umzugehen, dadurch, dass sie ihre eigene „Reise“ erzählt. Und es geht ihr darum, viele Fragen, die Betroffene zum Lipödem haben zu beantworten und darüber hinaus viele wichtige Hinweise, Anregungen und Hilfestellungen zu geben, die den Alltag mit Lipödem erleichtern und mehr Klarheit in dieses komplexe Thema bringen.

Dazu interviewt Frau Garcia viele Ärzte, lässt Betroffene zu Wort kommen, spricht mit anderen Experten und erzählt schonungslos und offen ihre eigene 48-jährige Geschichte, lässt also Blicke „hinter die Kulissen“ zu.  Und genau diese Einblicke decken sich mit meinen eigenen jahrzehntelangen Erfahrungen als Ernährungstherapeutin. Ich betreue sowohl adipöse Frauen, als auch Frauen mit Lipödem und Frauen, die beide Erkrankungen haben. Der Leidensweg, den Frau Garcia zeichnet ist ein klassischer. Endlich weiß ich, was ich meinen Patientinnen für ein Buch, das lesbar und verständlich ist, empfehlen kann und ich möchte Frau Garcia ihre Bedenken nehmen: Sie können ganz beruhigt sein. Ihre Offenheit tut ihrem Image keinen Abbruch. Im Gegenteil! Ihr Buch ist es wert gelesen zu werden. Danke für Ihren Mut.

Und darum geht es

  • Was ist ein Lipödem, ist eine Frage, die Frau Garcia beantwortet. Um zu verdeutlichen, wie mir ein Lipödem auffällt mache ich folgenden Test:   Wenn ich nur den Oberkörper der betroffenen Frauen betrachte, dann sehe ich ein schmales Gesicht und einen schlanken Oberkörper.  Wenn ich nur die Beine betrachte, dann fällt auf, dass diese viel fülliger sind und „irgendwie nicht so recht zum schlanken Oberkörper passen. Um genau das ist es: Eine atypische, symmetrische Anhäufung von Fett an den Beinen (und Armen), ohne dass Füße und Hände betroffen sind.  Und damit ist schnell klar: Frauen mit Lipödem sind nicht zwingend übergewichtig! Sie können es sein, müssen aber nicht.
  • Dieses Buch ist für Frauen geschrieben, die noch nicht wissen, ob sie betroffen sind oder nicht und die sich, egal ob übergewichtig, oder nicht auch in jeder ernährungstherapeutischen Praxis finden. Sie finden sich zu dick und wollen an den Beinen abnehmen und endlich einen Weg finden der „funktioniert“.  Die Frauen haben meist unzählige Diätversuche hinter sich, viele leiden bereits unter einer Essstörung, wie Frau Garcia.
  • Sie suchen einen Weg, der sie von Ihrem Leiden befreit und ihnen endlich schlanke Beine schenkt. Leid ist das richtige Wort, denn diese unfassbar disziplinierten und Ziel orientierten Frauen, jahrelang Diät und Sport erprobt, wahre Expertinnen in Ernährungsfragen: Sie leiden, weil Sie dem heutigen Schönheitsideal nicht entsprechen. Und genauso fühlen sich diese Frauen auch. „Diese Beine mit all den Dellen und viel zu üppig, gehören nicht zu mir“ sagt Frau Garcia. Der Leidensdruck ist enorm.
  • Üppige Beine und schlanker Oberkörper

  • Schmerzen, Missempfindungen oder Berührungsempfindlichkeit in den Beinen

  • Häufig blaue Flecken

Das sind die Leitsymptome dieser Erkrankung, um die es in Garcia´s 288 Seiten starken Buch, bestehend aus 3 Teilen geht.

Kapitel 1. Lipödem? Was ist das?

In diesem Kapitel schildert Garcia ihre eigene Geschichte, schreibt auch über ihre Essstörung und über emotionales Essen. Danach sucht sie mit Hilfe von Experten Antworten auf Fragen wie: Was ist Lipödem und was ist es nicht? Hängt Lipödem mit Adipositas zusammen? Sie geht dem Schmerzphänomen auf den Grund und spricht über das Schönheitsideal und darüber, dass Diäten den Stein erst ins Rollen bringen und jede krasse Diät betroffene Frauen noch mehr in einen Teufelskreis bringen, denn: Sie nehmen ab, wo sie nicht wollen und nehmen dort zu, wo die Veranlagung zur Fetteinlagerung ist, an den Beinen.

Kapitel 2. Meine Selbsthilfe-Strategien

 

Hier nimmt uns Frau Garcia mit auf Ihre Reise nach Lösungen und spricht über Bewegung und Sport, über die Diätfalle und geeignete Ernährungsformen, über Selbsthilfegruppen und mentale Unterstützung. Sie beleuchtet Liposuktion als letzte Maßnahme, Bariatrie und nicht zuletzt: Selbstakzeptanz.

 

Serviceteil

 

Am Ende des Buches schreibt sie ein Fazit und gibt Adressen weiter, die ihr als wichtige Anlaufstellen gute Dienste erwiesen. Ich möchte ein paar Sätze herauspicken:

  • Sie sind keine Frau mit Lipödem. Sie sind eine Frau! Sie sind keine Lipödem Kämpferin. Sie sind eine schöne Frau.
  • Das Leben darf auch leicht sein. Streichen Sie ab und an mal das Wort Lipödem aus ihrem Wortschatz.

Und Isabell Garcia bedankt sich bei ihren Helfern dafür, dass sie ihr geholfen haben, Licht ins Lipödem-Chaos zu bringen. Sie bedankt sich auch dafür, dass sie das Wertvollste bekam, was Helfer ihr geben konnten: ZEIT, Herzenswärme, Empathie und Humor.

 

Wehrmutstropfen

 

Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt für mich als von den Krankenkassen anerkannte Ernährungstherapeutin, deren Dienstleistung anteilig von den Krankenkassen bezuschusst wird.  Irgendwo im Buch plädiert Garcia dafür, dass Ernährungstherapie von den Krankenkassen bezahlt werden müsste, denn es handele sich um eine Erkrankung, die nachweislich eine sinnvolle Ernährungsführung benötigt, um auf jeden Fall das dauernde auf und ab des Gewichts zu durchbrechen. Doch danach erwähnt sie weder im Text, noch in den Anlaufstellen unsere Berufsgruppe. Expertenrat über Ernährung holt sie sich von Ärzten und Personal Trainern. Das ist sehr, sehr schade, denn:

  1. Wir Ernährungstherapeuten haben Zeit. Zeit zuzuhören, Zeit für ein genaues Assessment und Zeit, um professionell zu begleiten.
  2.  Wir sind Fachexperten, die nicht nur eine „gesunde, basische, ayurvedische etc. Ernährung“ ins Zentrum rücken, sondern Menschen mit ernährungsbedingten Erkrankungen. Wir sind medizinisch, ernährungswissenschaftlich, pädagogisch und psychologisch geschult. Durch gezielte Interventionen analysieren wir nicht nur das gesamte Ess- und Ernährungsverhalten (nicht nur die Lebensmittelauswahl ist entscheidend!), sondern begleiten ganz individuell genau dort wo Wissen und Wollen nicht ausreichen, das eigene Verhalten zu modifizieren. Insbesondere das von Garcia angesprochene „emotionale Essen“ ist eine Sache für sich und braucht professionelle Begleitung.
  3.  Das was Frau Garcia beim Therapeuten sucht, wäre auch bei uns als „Psychoedukation“ zu bekommen, denn wir meinen: Nicht alle Frauen mit Lipödem sind depressiv. Bei Vielen hilft Psychoedukation schon aus um zu verstehen, was da is(s)t. Viele professionelle Kollegen sind bereits pädagogisch und ernährungspsychologisch ausgebildet und können auch bei diesen Fragestellungen wirkungsvoll begleiten.Doch ich vermute: Frau Garcia ist in ihren 48 Jahren noch keiner Ernährungstherapeutin begegnet und kennt vermutlich unsere Berufsgruppe nicht. So wie ihr geht es auch vielen anderen Patienten. Man weiß nicht, wo und wie man eine zertifizierte Ernährungsfachkraft findet. Viele glauben, dass Ernährungsberatung und Ernährungstherapie mit Wissensvermittlung und Befolgen von Ratschlägen, mit Listen und Verboten zu tun hat, doch das ist nicht der Fall! Wir geben Hilfe zur Selbsthilfe und genau dort wirkungsvolle Unterstützung wo Wissen und Wollen nicht ausreichen, um dauerhaft erfolgreich sein Ess- und Ernährungsverhalten umzustellen. Wahrscheinlich genau das, was auch Frau Garcia in vielen Jahren gesucht, aber nicht gefunden hat.

 

Fazit

 

Ein sehr empfehlenswertes Buch für Ernährungstherapeuten, Ärzte die sich mit dem Thema noch nicht wirklich gut auskennen, für Ärzte, die nicht wissen, wie sie Frauen darauf ansprechen sollen, für Physiotherapeuten um „hinter die Kulissen zu schauen“ und last but not least für all die wunderbaren, einzigartigen, betroffene Frauen mit Lipödem, die ein wenig Ermutigung brauchen und besser verstehen wollen was Lipödem ist und was man tun kann um besser damit umzugehen.

Sonja M. Mannhardt, Dipl. oec.troph. Praxis für psychologische Ernährungstherapie &
Prof.eat eating ESSperts www.profeat-essperts.de
www.gleichgewicht4you.de

Hier finden Sie zertifizierte und von den Krankenkassen anerkannte Ernährungsexperten, deren Leistung anteilig bezuschusst wird und die sich mit Lipödem und emotionalem essen auskennen.
www.profeat-essperts.de; www.vdoe.de; www.vdd.de ; www.quetheb.de; www.vfed.de; www.dge.de

Advents-Gedanken 2018 – Für jeden Tag ein neues Türchen

Wegbegleiter, wie war Dein Jahr?
Welcher Deiner Träume wurde wahr?
Welche Deiner VORsätze hieltest Du ein?
Wann fühltest Du Dich groß, wann winzig klein?

Wegbegleiter, erinnerst Du Dich an den Augenblick?
Als wir uns begegneten und gingen gemeinsam ein Stück?
Dankbar bin ich für die Begegnung mit Dir
Von Mensch zu Mensch – ich dank´ Dir dafür!
(SMM 2013)

Sie werter Empfänger und Du werter Leser, gehören zu den Menschen, die mir in 2018 Wegbegleiter waren, Manche einige Schritte, Andere über längere Etappen hinweg. Seit Beginn meiner Selbstständigkeit schenke ich diesen Wegbegleitern jedes Jahr in der Adventszeit einige GeDANKEN, um zu DANKEN.

Danken für vielfältige, einzigartige, bereichernde, unterstützende, notwendige, nachdenklich stimmende, lehrreiche BegegnungsARTen

Von Mensch zu Mensch

Ich wünsche Ihnen/Dir viel Freude beim Blättern im diesjährigen Adventskalender und am Ende beim Schmökern in den Ereignissen 2018 und wünsche Dir/Ihnen und Deiner/Ihrer Familie:

Eine besinnliche AdventsZEIT, ein frohes Weihnachtsfest und Alles Gute für das vor uns liegende Jahr 2019

Deine/Ihre Sonja Mannhardt

 

Und HIER GEHT ES ZUM E-BOOK – Advents-Gedanken 2018

BLOG für Menschliches und Zwischenmenschliches

Hast Du auch eine Naschkatze als Haustier?

4. Juni 2019

Naschkatzen sind nicht mit Wissen um Ernährung und Vernunft zu besänftigen!

Ernährst du dich noch oder genießt du schon?

Naschsucht nimmt zu!

„Bitte erzählen Sie mir nichts über Ernährung! Ich weiß alles,…

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Supervision für Ernährungsfachkräfte


„Generell gelten hohe Qualitätsanforderungen an den Beratungs- und Therapieprozess und an die Ernährungsfachkraft,…

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